Kultur im Urlaub

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Wenn man so über die Kultur im Urlaub nach denkt, werden die meisten sicher an Städtereisen denken in denen man in Museen geht oder sich die Kulturgüter der Umgebung anschaut. Doch für viele bedeutet Kultur im Urlaub was anderes, im TV heute Abend wird in der Sendung Abenteuer Leben XXL das Thema „Macht Alkohol Sexy“ behandelt. Der Hauptthemenpunkt liegt dabei auf Reisetourismus auf Ibiza. Immer mehr Menschen verbringen ihren Urlaub in Hemmungsloser Sause in Partygebieten wie dem Ballermann oder halt Ibiza. Doch ist das wirklich erholsam und was bedeutet das für unsere Jungend? Denn besonders junge Leute zieht es immer mehr in solche Partyexzesse. Jeden Abend wird gefeiert, getrunken und maßlos Übertrieben und der nächste Tag wird erstmal verschlafen und vom Kater erholt damit es dann am Abend wieder genauso weiter gehen kann! Ist das wirklich noch Urlaub und wollen Touristen wirklich so ein Bild des Chaos in einem ihnen fremden Land hinterlassen?
Dies ist ein Problem das nicht nur für deutsche Touristen relevant sein sollte sondern auch Menschen aus anderen Ländern sind sichtlich der Auffassung dass sie sobald sie in einem anderen Land sind sich benehmen können wie sie wollen. Das einzig Gute dabei ist das diese Saufkultur einiges an Geld in den Urlaubsgebieten lässt was ja auch wieder den Tourismus fördert. Doch in welche Richtung das geht sollte man mal stark überdenken.

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Mobbing in der Schule – was tun?

Mobbing ist ein ernstes Thema, das nach wie vor bagatellisiert und nicht ernst genug genommen wird. Unter dem Motto ‘Kinder können grausam zueinander sein’ wird das Problem oft genug einfach totgeschwiegen – meistens, da selbst Erwachsene nicht wissen, was sie tun können.

Wenn Kinder ihren Gleichaltrigen übel zusetzen, sind Gespräche wichtig. Am besten setzt man sich einmal getrennt mit Opfer und Tätern zusammen und versucht, auf diesem Wege an die Wurzel des Problems zu gelangen. Beide Seiten werden natürlich vollkommen unterschiedliche Ansichten haben, einen roten Faden kann man meistens trotzdem erkennen. Wenn nicht, sollte man intensiver nachfragen und den Kindern die Zeit lassen, sich zu öffnen und Vertrauen in ihre Gesprächspartner zu bekommen. Nur dann werden sie offen sprechen und zu ihren Motiven und Vermutungen stehen.

Anschließend ist Gruppenarbeit gefragt. Täter und Opfer müssen einander näher gebracht werden. Sie müssen sich nicht gleich anfreunden und liebgewinnen, sollen aber lernen, sich gegenseitig zu verstehen und zu akzeptieren. Probleme müssen aus dem Weg geschafft werden und es muss eine Lösung gefunden werden, die das Mobbing endgültig beenden können. Dies geschieht über den Vertrauenslehrer, der entsprechend geschult ist und weiß, wie solche Annäherungen aussehen müssen.

Wenn die Schule sich uneinsichtig zeigt oder die Mobbing-Attacken gar kein Ende mehr nehmen, sollten die Eltern die Verantwortung übernehmen und sich ernsthafte Gedanken über einen Schulwechsel machen. So könnte das gemobbte Kind neu anfangen und sich richtige Freunde an einer neuen Schule suchen, häufig verändert ein Schulwechsel alles und bietet eine echte Möglichkeit, die Situation zu verbessern. Will man das nicht, kann man auch zuerst versuchen, sich an die nächsthöhere Behörde zu wenden – ob das allerdings hilft, bleibt fraglich, denn dadurch wird die Schule zur Handlung gezwungen, hat aber bereits bewiesen, dass sie mit dem Mobbing nicht umgehen kann, sodass sich eventuell trotzdem nichts für das gemobbte Kind ändert.

Kinder brauchen Konsequenz und Verständnis

Es gibt familiäre Situationen, in denen Eltern nur noch mit Verzweiflung reagieren. Häufig stehen sie dem rebellierenden Kind im Supermarkt genauso ratlos gegenüber wie dem trotzigen Teenager. Beim Umgang mit den kleinen und großen Rebellen ist in erster Linie viel Souveränität der Eltern gefragt. Mütter und Väter sollten sich immer im Klaren darüber sein, wie die Kinder erzogen werden sollen. Dieser Weg sollte immer konsequent eingehalten werden, andernfalls ist dies der Nährboden für einen fast aussichtslosen Kampf, den Erziehungsberechtigte selten gewinnen. Jedes ausgesprochene ‘Nein!’ wird immer begründet, so erscheint das Verhalten der Eltern nicht mutwillig. Bei Kleinkindern bietet es sich an, auch gleichzeitig eine Alternative aufzuzeigen. Wenn diese Maßnahmen nicht mehr fruchten, steht wohl die Pubertät vor der Tür. Eine ganz besondere Phase für Kinder und Eltern gleichermaßen. Zunächst sollte eins festgehalten werden: Eine Erziehung im engeren Sinn ist dann nicht mehr möglich. Wichtiger ist es, viel Verständnis aufzubringen. Die Zeit der Abnabelung beginnt und Eltern müssen lernen, ihr Kind ziehen zu lassen. Es hat jetzt andere Vorbilder und möchte seinen eigenen Weg gehen. Toleranz ist hier das oberste Gebot. Ein Pubertierender sollte nicht von oben herab behandelt werden, nur weil er ein anderes Ziel verfolgt, als seine Eltern ursprünglich für ihn geplant hatten. Wer sich daran hält, wird nicht den Bezug zu seinen Kindern verlieren, sondern in Gesprächen erfahren, was es bewegt.

Das Jugendzentrum – spielen, lernen und mehr

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Jede größere Gemeinde verfügt in der Regel über ein Jugendzentrum. Kaum ist die Schule zu Ende, können Kinder sich hier einfinden und ihre Freizeit verbringen. Je nach Größe des Jugendzentrums gibt es nicht nur einen Raum, in dem es sich die Kinder gemütlich machen oder Billard spielen können, sondern auch Sportplätze, Räume für Kurse (mit entsprechendem Angebot) und vieles mehr. Jugendzentren werden von einem oder mehreren Jugendarbeitern betreut, die in der Regel im Auftrag des Jugendamtes handeln. Es gibt aber auch kirchlich getragene Jugendzentren. Sie spielen mit den Kindern nicht nur Spiele, sondern sind für sie auch Ansprechpartner bei Problemen in der Schule und mit der Familie.

Und genau das ist auch eine der Hauptaufgaben eines Jugendzentrums. Kinder sollen sich hier nicht nur mit Gleichaltrigen treffen und spielen können, sondern hier einen Ort haben, an dem sie sich wohl fühlen. Nicht jedes Problem möchte man als Jugendlicher mit den Eltern erörtern. Ein Erwachsener, mit dem man nicht verwandt ist, zu dem man aber ein gutes, freundschaftliches Verhältnis hat, ist hier für viele der bessere Ansprechpartner. Selbst schwierige Kinder, die zu Hause nur Streit mit den Eltern haben oder für ihre Aggressionen gegenüber anderen bekannt sind, finden in einem Jugendzentrum Beschäftigung, Anerkennung und ein offenes Ohr. Das kann verhindern, dass Jugendliche durch einen falschen Lebenswandel gänzlich auf die schiefe Bahn geraten.

Jugendzentren sind also nicht einfach nur ein Ort, an dem Kinder gerne ihre Freizeit verbringen. Sie sind eine wichtige Einrichtung, um die positive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu fördern und ein Absinken in Drogensucht und Kriminalität zu verhindern.

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Flo´s neues Leben ohne Marihuana

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Flo ist 25 Jahre alt. Nachdem er seinen Zivildienst absolviert hatte, begann er ein Studium an der technischen Universität Hamburg. Nach neun Semestern wurde er exmatrikuliert ohne dass es besondere Vorfälle gegeben hätte. Das Problem, er hatte lediglich drei Klausuren in der ganzen Zeit geschrieben. Er wollte das nicht, eigentlich war schon immer klar, dass er zu Ende studiert. Was war passiert?

Er hatte das Pech in die falschen Kreise zu gelangen. Als er frisch nach Hamburg zog, wohnte er direkt in einer WG mit fünf anderen Studenten von denen einer erleichterten Zugang zu diversen Drogen hatte. Erst kiffte Flo ab und an mit, doch von Monat zu Monat wurde es mehr. Umso mehr Zeit verstrich, umso süchtiger wurde er, er drehte bald auch allein oder rauchte Pfeife. Flo war süchtig geworden, nach Marihuana. Die Jahre verstrichen, Flo verlor den Kontakt zu seinen Schulfreunden, weil er sich nie zurück meldete, er verlor auch den Zugang zur Realität, weil er nur das Haus verließ, wenn er einkaufen ging. Er wurde langsamer im Kopf und rauchte alles schlechte Gewissen weg.

Bis irgendwann seine Mutter vor der Tür stand. Sie wusste sofort was los war und sperrte seine kompletten Zulagen beider Elternteile, Flo war pleite. Das war wichtig! Denn:
Wenn es so weit gekommen ist, muss ein klarer Schnitt gemacht werden und der Süchtige darf nicht allein gelassen werden. Für Flo war es besonders wichtig weg von den Menschen zu kommen mit denen er seinem gewöhnlichen Tagestrott nachging, er musste wegziehen. Seine Mutter und er fanden ein neues Zuhause in Neustadt an der Weinstraße. Das Beste was ihm passieren konnte. Er macht dort eine Ausbildung und sagt selbst er sei angekommen. Bei Süchtigen gibt es zwei wichtige Komponenten auf die unbedingt geachtet werden muss: erstens die Wohnsituation und zweitens die Aufgabe. Denn Flo ist so extrem abgerutscht, weil er das was er tat eigentlich nicht tun wollte.

Schauen sie mit ihrem Kind gemeinsam, was es wollen könnte und womit es sich vielleicht wohl fühlt. Damit beugen Sie eventuellen Sucht/Fluchtentwicklungen vor bzw. unterstützen ihr Kind mehr, als wenn sie es nur finanziell versorgen.

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